AHORN - Gemeinnütziger Zweckbetrieb
Der Fachbereich AHORN wurde 1987 als Beschäftigungsprojekt der opfer- und täterHILFE e.v. gegründet. Seine damalige Hauptfunktion war Bereitstellung von Arbeitsplätzen für die strafentlassenen Bewohner der Wohngruppe IKARUS. Im Verlauf der Jahre entwickelte sich daraus ein gemeinnütziger Zweckbetrieb, der hauptsächlich mit der Arbeits- und Sozialverwaltung kooperiert. Mit der betriebsnahen und praxisgerechten Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen in verschiedenen Arbeitsbereichen, bieten wir schwer vermittelbaren Menschen sowie Probanden aller Altersklassen die Möglichkeit der Überwindung spezieller sozialer Schwierigkeiten. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um eine pädagogische Maßnahme in einem geschützten Umfeld, sondern wir geben Reintegrationswilligen die Chance, sich in einem realen Arbeitsbetrieb, in dem die Tugenden Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit vorgelebt werden, zu stabilisieren und sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und zu bewähren.
Bei AHORN werden vornehmlich niedrig qualifizierte Arbeiten angeboten wie Haushaltsauflösungen, Entrümpelungen und kleinere Umzüge. Diese Arbeiten dienen in erster Linie dazu, unseren Gebrauchtwarenmarkt mit verkaufsfähigen Gegenständen zu bestücken. AHORN arbeitet hauptsächlich für bedürftige Menschen im Umfeld von Hartz-IV Beziehern und einkommensschwachen Mainzer Bürgern. In diesem passenden Betätigungsfeld bietet der Ahorn-Secondhand-Markt gebrauchte Möbel und Hausrat, was auf ca. 400 m⊃2; unserer Räumlichkeiten aufgearbeitet, ausgestellt und verkauft wird. In AHORN integriert ist der Arbeitsbereich DALA (Dienste aller Art), ein zusätzliches und anspruchvolleres Arbeitsangebot. Es erfordert ein weit qualifizierteres Arbeiten und orientiert sich weitestgehend an den anspruchsvolleren Anforderungen des 1. Arbeitsmarktes. Bei DALA werden handwerklich orientierte Dienstleistungen in einem umfangreichen Spektrum angeboten, mit Schwerpunkt auf Hausmeistertätigkeiten und einfachen handwerklichen Dienstleistungen. Mittlerweile konnten hier auch mehrere Daueraufträge abgeschlossen werden. Dieses Dienstleistungsangebot kann auch Privatpersonen zu Gute kommen, da die Beschränkungen des SGB II bei den sog. Entgeltvarianten (SGBII, § 16) weniger reglementiert sind und dadurch eine größere „Marktnähe“ ermöglicht wird.
2009 konnte der Fachbereich AHORN sein Auftragsvolumen bei Entrümpelungen, Transporten und Umzügen auf dem guten Niveau des Vorjahres halten. Es wurden immerhin 334 Aufträge organisiert und abgearbeitet. Diese Auftragsarbeiten deckten immerhin 53 % der gesamten AHORN-Kosten - eine sehr hohe Eigenerlösquote, die die betriebliche Ausrichtung des Fachbereichs bestätigt. Die restlichen Kosten wurden durch Programmgelder des Jobcenters, von Zuschüssen des Justizministeriums und der Stadt Mainz gedeckt.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Engagement und der praktische Einsatz in unserer Geschäftsstelle in der Erthalstraße. Die Abteilung DALA wurde hier regelmäßig für kleinere und größere handwerkliche Reparaturarbeiten in der eigenen Immobilie eingesetzt. Diese „internen“ Arbeiten erweitern einerseits unser Auftragsspektrum für die zu qualifizierenden Teilnehmer und helfen andererseits, zeitnah Probleme zu lösen und gleichzeitig anderweitig Kosten zu sparen. |