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mit der "Zuweiserin des Jahres"

In der Fachstelle DIALOG in Mainz hat es eine lange Tradition, immer genau hinzuschauen, woher wir unsere Fälle bekommen. In unseren Jahresberichten haben wir dazu kontinuierlich Statistiken veröffentlicht und immer wieder ergaben unsere Auswertungen, dass wir die meisten Aufträge von der Staatsanwaltschaft Mainz bekommen. Im Jahr 2007 haben wir beschlossen, dass wir mehr über die Beweggründe der Dezernenten zur Anregung eines Täter-Opfer-Ausgleichs erfahren wollen. Wir wollen auch die Arbeit der besonders engagierten Dezernenten würdigen. Aus diesen Gründen haben wir beschlossen, „die Zuweiserin“ oder „den Zuweiser“ des Jahres zu wählen. Der Indikator dafür sollte die Anzahl der zum TOA zugewiesenen Fälle sein. In diesem Jahr haben wir deswegen ein Interview mit Frau Staatsanwältin Gütebier geführt.



Hier ein Auszug aus dem Interview:

„Was bedeutet es für Sie „Zuweiserin des Jahres“ geworden zu sein? Haben Sie damit gerechnet?



Ja, damit gerechnet habe ich, da wir ja regelmäßig die Statistik bekommen. Außerdem war ich bis Dezember des vergangenen Jahres mit der Leitung der Abteilung betraut, so dass dies zusätzlich ein Grund war, warum der Behördenleiter mich ständig aufgefordert hat, die Zahlen auch weiterzugeben. Mir war dann Mitte des Jahres auch klar, dass ich in die engere Wahl komme. Ich hatte da schon mit den Kollegen gesprochen, ob wir nicht vorschlagen sollen, von diesen absoluten Zahlen wegzugehen und andere Kriterien zu bilden. Ich habe gesehen, dass eine Kollegin, die in unserer Abteilung halbtags beschäftigt ist, mit 37 Fällen am zweit meisten zugewiesen hat. Wenn man diese Zahl auf eine volle Stelle hochrechnet, hätte eigentlich sie den Titel verdient. Daher nehme ich die Auszeichnung gerne stellvertretend für die gesamte Abteilung entgegen. Ich habe gerade zusammengerechnet, dass wir in der Jugendabteilung 152 Zuweisungen vorgenommen haben. Das sind 25 % des Gesamtvolumens und daher ist die Jugendabteilung die Abteilung, die für TOA eigentlich die Gesamtauszeichnung verdient hätte.“

Den vollständigen Text des Interviews finden Sie hier [106 KB] .


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