RESÜMEE/ PROGNOSE
Zum 01. Juli 2010 wurde die gemeinnützige Arbeit im gesamten Landgerichtsbezirk Bad Kreuznach übernommen, so dass sich der Zuständigkeitsbereich erheblich erweitert hat. Hinzu kamen die Verwaltungsgebiete von Bad Kreuznach über Birkenfeld bis in den Rhein-Hunsrück-Kreis. Dazu wurde eine neue Fachstelle "Gemeinnützige Arbeit" in Bad Kreuznach eingerichtet und eine Vollzeitkraft eingestellt.
In der Außenstelle Worms werden weiterhin die Vermittlungs- und Überwachungsarbeiten der von der Bewährungshilfe zugewiesenen Fälle wahrgenommen. Hier ist ein leichter Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen (2009: 61 Fälle, 2010: 70 Fälle). Die Zusammenarbeit mit den Bewährungshelfern vor Ort hat sich im Laufe des Jahres intensiviert.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde erneut eine tendenzielle Erhöhung von Bewährungsverfahren und vorläufigen Verfahrenseinstellungen nach § 153 a StPO verzeichnet.
Der Trend zur Veränderung der Klientel setzt sich fort. Es sind weiterhin sehr viele ältere sowie kranke und körperlich beeinträchtige Menschen, die gemeinnützige Arbeit leisten müssen. Das Angebot von Einsatzstellen mit leichteren Tätigkeiten konnte zwischenzeitlich etwas aufgestockt werden. Zudem hat sich die Frauenquote deutlich erhöht.
Gegenüber dem Vorjahr gab es in 2010 zwar nur eine leichte Steigerung der eingegangen Fälle, allerdings hat sich die Anzahl der abgeleisteten Stunden um bemerkenswerte 31 % erhöht. Damit konnten wieder in erheblichem Maße Haftkosten eingespart werden, die den Steuerzahler entsprechend entlasten.
Als Prognose wird für 2011 ein Rückgang der Fallzahlen aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs gesehen. Die Probanden scheinen wieder vermehrt einer geregelten Arbeit nachzugehen, so dass es ihnen möglich ist, die Geldstrafe zu begleichen bzw. eine Arbeitsauflage in Geldbuße umwandeln zu lassen.
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